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09.04.2019

Aktuelle Projekte und Innovationen


 Einleitung

Zweifelsohne befinden wir uns derzeit in einer der aufregendsten Technologieepochen der Menschheitsgeschichte. In immer kürzeren Abständen werden Erfindungen und Entwicklungen vorgestellt, die unsere Vorstellungskraft aufs Neue herausfordern. Schon heute sind in vielen Privathaushalten kleine Roboter zu finden, die täglich Fußböden reinigen oder Rasen mähen. Digitale Uhren – sog. SmartWatches – warnen ihre Träger vor ungesunden Lebensweisen oder gar einem unmittelbar bevorstehenden medizinischen Notfall. Automobil-Pioniere wie Tesla zeigen schon heute Videos unter realen Bedingungen wie Autos in nicht allzu ferner Zukunft vollkommen selbstständig ans Ziel gelangen. Tagtäglich begleiten uns „Datenwolke“ wie das Internet, die unmittelbaren Zugriff auf jegliche Informationen ermöglichen. Die Liste ließe sich endlos weiterführen. All diese Entwicklungen wirken gleichsam beeindruckender, wenn man bedenkt, dass das erste Smartphone (iPhone 2007) vor gerade mal 12 Jahren eingeführt wurde und dass das Internet erst ab dem Jahr 1993 langsam massentauglich wurde.

Betrachtet man diese Erfindungen näher, so lässt sich festhalten, dass all diese Projekte letztlich nur einem Zweck dienen: Kleine Helfer zu entwickeln, die den Alltag und die Arbeitswelt für die Menschen leichter und effizienter gestalten. So wundert es wenig, dass die Dienstleistungsbranche der größte und am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich in Deutschland ist.

Aktuelle Projekte und Innovationen bei GiesDL

Einführung der CAFM-Software „Cockpit“

Dieser technische Fortschritt bietet auch GiesDL viele Chance, erfordert jedoch zugleich mit der Entwicklung Schritt zu halten. So benötigen auch Auftraggeber immer mehr Einblicke in die Reinigungsprozesse vor Ort wie Qualitätsberichte, Reinigungs- und Schulungspläne, Arbeitsschutzmaßnahmen etc. um Anforderungen von Behörden und Kunden gerecht zu werden. Hier kann ein Dienstleister mit „Stift und Papier“ nicht mehr adäquate Unterstützung leisten. Vielmehr bedarf es moderner Softwarelösungen um Dienstleistern und Auftraggebern die Sicherheit zu geben, zeitnah und umfassend auf behördliche Anforderungen reagieren zu können.

Um sich auch weiterhin im Wettbewerb behaupten zu können, hat GiesDL in einer mehr als 15-monatigen Projektphase mit der Firma HICRO GmbH die CAFM-Software „Cockpit“ entwickelt. Vor unserer Entscheidung, ein professionelles Softwarehaus mit der Programmierung einer individuellen Softwarelösung zu beauftragen, haben wir den Markt intensiv sondiert. Eine vergleichbare Software, die alle von uns gewünschten Prozesse abbildet – vom Auftragsmanagement über Kalkulation und Objektorganisation bis zum Reklamations- und Qualitätsmanagement – haben wir hierbei nicht finden können. Die Ende 2018 eingeführte Softwarelösung bietet unseren Mitarbeitern und Auftraggebern viele  Vorteile:

  • Jederzeitigen Einblick in die Reinigungsprozesse und -ergebnisse vor Ort für Auftraggeber und Mitarbeiter
  • Umsetzung behördlicher Vorgaben und Qualitätssicherung durch automatisierte Prozessteuerung (z. B. Warnhinweise bei überfälligen Aufgaben wie Schulungen, Qualitätsabweichungen, elektrotechnischen und arbeitsmedizinischen Untersuchungen)
  • Kostenkontrolle und -einsparungen für unsere Auftraggeber durch Optimierung einzelner Aufträge z.B. in der Bettenaufbereitung und anderen Dienstleistungsbereichen sowie jederzeitigen Einsichtnahme in die Kalkulation und den Beauftragungsstatus von Sonderleistungen.

Testläufe für einen Robotereinsatz in der professionellen Gebäudereinigung

Zu den innovativsten Forschungsprojekten gehören sicherlich die Einsatzmöglichkeiten autonomer Reinigungsroboter. Da in diesem Bereich jedoch bislang nur eine Handvoll Hersteller aktiv sind und die Entwicklung daher noch in der Anfangsphase steht, hat GiesDL beschlossen, neben reinen Testläufen aktueller Modelle auch Workshops mit namhaften Technologieunternehmen zu veranstalten. So fand beispielsweise Mitte 2018 ein Austausch mit der der Robert Bosch GmbH zum Einsatz von Reinigungsrobotern im gewerblichen Umfeld statt. Insbesondere die Anforderungen professioneller Dienstleister und die technischen und logistischen Herausforderungen beim Betrieb in Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Kliniken und Senioreneinrichtungen standen hierbei im Mittelpunkt. In einem zweiten Schritt wurde Ende 2018 mit der G. Staehle GmbH u. Co. KG (columbus) der aktuelle Entwicklungsstand definiert. Begleitet wurden diese Gespräche von einem Testlauf in einer Klinikumgebung mit einem der derzeit etabliertesten Reinigungsroboter. Weitere Läufe sind zudem für 2019 geplant.

Unsere ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass die autonome Reinigung noch in den Kinderschuhen steckt. Da jedoch viele Wirtschaftsbereiche mit Robotern erhebliche Kostenvorteile in Verbindung bringen, wird deren Entwicklung sicherlich auch weiterhin eine hohe Bedeutung beigemessen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind wir allerdings der Überzeugung, dass in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist, dass Reinigungsroboter unsere Mitarbeiter ersetzen werden. Allerdings sehen wir mittelfristig ein großes Potential in der Technik, den Arbeitsablauf unserer Mitarbeiter erheblich zu erleichtern. Wir werden das Thema daher auch weiterhin intensiv beobachtet.

Reinigung „unter Strom“

Nicht nur in der Automobilindustrie ist die Umstellung auf akkubetriebene Energiequellen ein großes Thema. In der professionellen Unterhaltsreinigung sind bereits seit geraumer Zeit akkubetriebene Geräte nicht mehr wegzudenken. Viele Reinigungstätigkeiten erfordern technische Hilfsmittel wie Reinigungsautomaten, i-Mop, oder Staubsauger, die mobil und ohne Stromquellen über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden können. Zudem bieten diese Geräte regelmäßig ergonomische Vorteile und verringern so die körperliche Belastung unserer Mitarbeiter. Schließlich ermöglichen deren Einsatz auch Vorteile für unsere Auftraggeber in Form von Kostenreduzierungen durch kürzere Arbeitswege und -zeiten sowie eine bessere Qualitätssicherung. Dementsprechend verfolgt GiesDL auch dieses Thema auf Messen und in Medien sowie im Arbeitsalltag mit großem Interesse. Auch in diesem Bereich zeigt sich, dass die Technik noch viel Potential für Weiterentwicklungen bietet. Insbesondere die Laufzeit kleinerer akkubetriebener Geräte setzt dem flächendeckenden Einsatz noch Grenzen auf.

Es gibt aber einige Bereiche in denen sich akkubetriebene Hilfsmittel als unverzichtbar erwiesen haben. So hat sich seit 2017 am Campus Westend ein Elektrofahrzeug zur Ver- und Entsorgung als dauerhafte Lösung empfohlen. Darüber hinaus bot der Einsatz von Akkusaugern für die Teppichbodenreinigung insbesondere in der Büroreinigung eine ergonomische Erleichterung für unsere Mitarbeiter. Neben der täglichen Unterhaltsreinigung sind häufig auch Zwischen- oder Überholreinigungen mit einer, gegenüber dem üblichen Nasswischverfahren erhöhter Schmutzlösekapazität auszuführen. Eine Aufgabe, die unsere Mitarbeiter gerne mit dem Einsatz einer akkubetriebenen Scheuersaugmaschine (i-Mop) durchführen.